Sternblumennacht [S.B.N]
Founded: May 5, 2012
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u'Non-German speaking corporation. <br><br><br><br>Es war Mitternacht im Feenwald, <br>das Licht des mondes... bleich und kalt. <br>Rauschend... der Wind... in uralten B\xe4umen, <br>und Nebellicht, voll von verlorenen Tr\xe4umen. <br>Da sah ich sie bl\xfchen am Wegesrand: <br>Sternblumen... -hell, wie ein leuchtendes Band. <br>Da packte mich Grauen mit eiskalter Hand, <br>wusste doch l\xe4ngst jedes Kind im Land:<br><br>Wenn im Feenwald nachts die Sternblumen bl\xfch\'n, <br>wende Dich ab und versuch zu flieh\'n, <br>denn die Feen dort, sie haben kein Herz... <br>ihre Spiele bereiten nur Trauer und schmerz.<br><br>Schon trieb Angst und Entsetzen mich fort, <br>hinaus aus dem Wald, an sicheren Ort. <br>Da blickte ich in der Ferne ein Licht... <br>unwirklich kalt, doch es schreckte mich nicht. <br>Ich ging darauf zu und nahm nicht mehr wahr, <br>dass der Wald voll von Feengel\xe4chter war... <br>ein seltsames Sehnen schlich in meinen Sinn, <br>liess die Angst mich vergessen und zog mich dorthin.<br><br>Die Luft um mich her war klirrend kalt, <br>das Licht, es f\xfchrte mich tief in den Wald. <br>Meinen Weg hatte ich l\xe4ngst aus den Augen verlor\'n, <br>ein seltsamer Schmerz ward in mir gebor\'n... <br>fast als k\xf6nnt\' ich erahnen des Schicksals Spiel, <br>das die Menschen da lenkt... ganz nach eigenem Ziel. <br>Da \xf6ffnete sich pl\xf6tzlich vor mir der Wald: <br>eine Lichtung im Mondlicht gewann vor mir Gestalt.<br><br>Ich trat auf die Lichtung und konnte sie sehen: <br>eine Figur aus Stein dort im Mondlicht stehen. <br>Ein Brennen durchfuhr meine Seele mit Schmerz, <br>das Gesicht des Wesens ber\xfchrte mein Herz, <br>denn all mein Sehnen, mein Suchen und sein, <br>fand ich dort, in diesen Augen aus Stein. <br>Voll Verzweiflung ergriff ich die eiskalte Hand, <br>in der sich doch kein Funke Leben befand...<br><br>Pl\xf6tzlich liess ein Ger\xe4usch den Stein erbeben, <br>und die starren Augen erwachten zum Leben. <br>Ja, sie blickten mich an, doch wie konnte das sein... <br>die Hand, die ich hiel, war nicht mehr aus Stein! <br>Wo sich vorher ein lebloses Wesen nicht r\xfchrte, <br>war nunmehr ein Mensch, dessen W\xe4rme ich sp\xfcrte! <br>Und in seinem Blick lag dasselbe Erkennen, <br>das flammend mein Innerstes schien zu verbrennen.<br><br>F\xfcr einen Moment schien die Welt zu verschwinden, <br>wir sp\xfcrten sich unsere Seelen verbinden: <br>der Einen des Anderen Sehnen gestillt, <br>und ohne ein Wort von gleichem erf\xfcllt. <br>Doch nur kurz war das Licht, das uns gew\xe4hrt, <br>als sein Blich sich von drohenden Ungl\xfcck beschwert: <br>"Verzeih\' mir, Geliebte, doch kann es nicht sein, <br>denn mein Schicksal will, dass ich bleibe allein!"<br><br>"Vor langer Zeit kam ich her bei Nacht, <br>sah die Sternblumen bl\xfch\'n, doch ich habe gelacht, <br>\xfcber dass, was im Land man dar\xfcber erz\xe4hlt <br>und mein dunkles Schicksal so selber, <br>Denn die Feen verwandelten mich in Stein, <br>und nicht Schwert noch Zauber kann mich befrei\'n... <br>doch ist mir gew\xe4hrt... in tausend Jahr\'n... <br>eine einzige Nacht als Mensch zu erfahr\'n..."<br><br>"...und wenn dann der Sonne erstes Licht <br>sich im Tau des Fr\xfchen Morgens bricht, <br>werd\' ich erstarren, leblos und kalt, <br>als Steinfigur, hier im Feenwald..." <br>In dem Moment, f\xfchlte ich, brach mein Herz... <br>verbunden durch Liebe, zerrissen durch Schmerz. <br>Und die wenigen Stunden, die uns noch blieben, <br>blieb weinend in seinen Armen ich liegen...<br><br>Der Tag war schon hell, als ich zu mir kam <br>und noch immer lag ich in seinem Arm. <br>Doch war er nun wieder leblos und kalt... <br>und ich machte mich auf meinen Weg aus dem Wald. <br>Den Blick gesenkt, sah nicht einmal zur\xfcck, <br>denn tief in mir, sp\xfcrte ich, fehlte ein St\xfcck. <br>Mein Herz, so kalt wie der leblose Stein, <br>f\xfchrt mein Weg mich fort... von nun an allein.'